Lieder, die das Leben schreibt

Portrait

Wer Rotlicht kennenlernt, fragt sich bestimmt: „Was bedeutet Rotlicht?“. Die Band Rotlicht entstand in den späten Neunzigern und wurde von Andy Habermann gegründet. Sie bestand derzeit aus Andy Habermann, Manuel Höwing und Bettina Kunitschke. Kurze Zeit später reduzierte sich die Band auf ein Duo (Andy Habermann & David Burkhardt). Ab 2001 produzierte und musizierte Andy größtenteils alleine unter dem Rotlicht-Pseudonym. Zwischendurch arbeitete er auch mit anderen Musikern zusammen, wie z.B. der Band „Oakwood“ im Jahr 2004 und „Jones“ im April 2005. Vom September 2006 – Juni 2008 war er der Frontsänger der Band „CARMA“. Nach der Fertigstellung des Albums “Kontrast” im Jahr 2009 unterstützte Andy, alias Rotlicht, den Berliner Rapper “Milsone” auf seinem Album “Alter Mann”. 2010 veröffentlichte er, neben dem Musikvideo vom Song *KATER*, mehrere neue Songs im guten alten Rotlicht-Stil. Das Duo fand in all dem Jahre aber immer wieder einen gemeinsamen Weg auf die Bühnen und Studios.
Das Berlin-Konzert im Februar 2011 war der offizielle Startschuss für die Wiederbegründung der alten Konstellation: „Andy Habermann & David Burkhardt“. Unterstützung holten sich die Liedermacher von da an von Thomas Krüger, alias „Mr. Pianoman“. Schon vier Monate später wurde der Band der *Kleinkunstpreis* im Rahmen der Steglitzer Woche durch den Bezirksbürgermeister Norbert Kopp verliehen. Neben vielen Konzerten in den folgenden eineinhalb Jahren gingen auch die Produktionen für das Album "Q3A" zu Ende, welches im Dezember 2012 veröffentlicht wurde. Seit ihrer Wiederbegründung arbeiteten die beiden “Rotlichter” mit verschiedensten Live-/ Gastmusikern dauerhaft zusammen. Thomas Krüger (Piano), Martin Krüger (Cajòn, Percussions & Vocals). Bei Live-Konzerten werden sie heute durch Percussion, oft auch durch Geige, Klavier oder Chor begleitet. Am 25.September 2012 veröffentlichte Andy sein Buch: „Der Teufel steht vor meinem Bett”. Im Dezember 2013 veröffentlichte das Label Mozcito den Song Jacob als Featuring zwischen dem Pianisten Thomas Krüger und Rotlicht.
Andy und David haben viel gemeinsam. Nicht zuletzt die Tatsache, dass sie beide in Berlin-Marzahn groß geworden sind. Schon als Kinder musizierten sie gemeinsam. Sie entwickelten dieses brüderschaftliche Gefühl, welches dafür sorgte, dass sie immer wieder zueinander fanden. Ihre Musik spiegelt schwere und auch wunderbare Zeiten, die Liebe zum Leben und den scheinbar endlosen Kampf wider. Sie lässt trauern und hoffen, hassen und lieben. „Rotlicht“ ist nicht nur ein Duo. „Rotlicht“ ist eine Art zu leben! Die beiden Musiker und all ihre Freunde und treuen Begleiter erscheinen wie eine große Familie. Sie vergessen nicht, woher sie kommen und wissen, wohin sie gehen wollen. Ihre Musik kommt aus dem Herzen und mündet auch meist wieder dort.

Der Name Rotlicht entstand in der Kindheit von Andy Habermann. In seiner Autobiografie bezeichnet er den potenziellen Band- oder Künstlernamen als guten Kompromiss zwischen der ihn heilenden Infrarotlampe- als Gutes in ihm und dem Rotlichtmilieu, dem er in seiner Kindheit ausgesetzt war, als Böses. Das „Markenzeichen“, das alt-englische „R“, wurde vom Cover der ersten Platte übernommen, welches ein weit entfernter Bekannter damals entwarf. Wenn man die Band einem Genre zuordnen müsste, dann würde man sich für Liedermacher/Singer-Songwriter entscheiden. Nicht selten aber bedienen sie auch Folkrock und Country. Ihre Lieder wurden vom Leben verfasst. Sie musizieren durch alle Bereiche des Alltags und fokussieren sich oft auf die einschlägigen Momente. Fast immer enthalten ihre Songs eine oder mehrere Botschaften, welche ein Wegweiser auf den unbefestigten Pfaden des Lebens sein sollen oder auch die aktive Gegenwehr gegen Ungerechtigkeit ausdrücken. Nicht selten engagieren sie sich auch deshalb aus Überzeugung gegen Unterdrückung und soziale Probleme. Sie musizieren, so mediendiktiert es auch klingt, für eine bessere Welt.